Zinngiessermeister Stephan Dörr

Seit nunmehr in der vierten Generation wird das Zinngiesserhandwerk in unserer Familie von Meisterhand ausgeübt.

Erfahrungen in unserem Handwerk haben sich über die Generationen hinweg überliefert und wurden stetig von jedem von uns weiter entwickelt.

Mein Urgrossvater, Josef Schmid, gründete die Zinngiesserei 1910 in Nürnberg. Sein Bruder, Karl Schmid (auch ein Grossvater von mir), hatte zu diesem Zeitpunkt auch eine Zinngiesserei, in der er für das Aufgiessen von Deckeln an Krüge jegleicher Art der Fachmann war.

Josef Schmid war der Fachmann für die sogenannte Grosszinngiesserei. Grosszinngiesserei bezieht auf den Begriff, das er Zinnwaren als solche hergestellt hat.

Die Deckelaufgiesserei von Karl Schmid hat sich auf die Herstellung von Ton-, Glas- und Porzellankrügen spezialisiert. Das heißt, er hat die Krüge mit Zinndeckeln veredelt.

Nach dem Tod meiner Urgrossväter, hat mein Grossvater Karl Dörr beide Zinngiessereien 1948 zu einer Zinngiesserei zusammengefügt.

1971 wurde die Zinngiesserei in größere Räumlichkeiten in Nürnberg verlegt.

Mein Vater Günther Dörr baute stetig die Zinngiesserei aus und entwickelte neue Verarbeitungstechniken.

Seit 1998 leite ich die Zinngiesserei in Eigenregie.

Mein erster Lehrtag war der 8.8.1988.

Erlernt habe ich den Beruf in einer anderen Zinngiesserei, sozusagen von der Pike an gelernt.

Im August 1990 habe ich die Gesellenprüfung im Zinngiesserhandwerk abgelegt und kurz darauf bin ich in die Zinngiesserei meines Vaters.

Im Februar 1995 legte ich die Meisterprüfung im Zinngiesserhandwerk als Landesbestmeister von Bayern mit Goldmedaille und Ehrenurkunde ab.

Aufbauend auf diesem Grundstock verfeinerte ich die Techniken und fügte im Laufe der Zeit neue Herstellungsverfahren erfolgreich hinzu.

Wir haben somit eine große Bandbreite im Herstellungs- und Verarbeitungsprozess in der heutigen Zinngiesserei.

Ich arbeite heute mit einer Bandbreite von alten Methoden und Kunstfertigkeiten bis hin zu modernen Errungenschaften der Technik.

 

Glück zu von wegen des Handwerks

(Zinngiesserzunftspruch seit 1285, Gründung der ersten Zinngießerzunft in Nürnberg)